Pressemitteilung EBM - Reform

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Pressemitteilung

Die Reform des Facharzt-EBM gefährdet die patientennahe pneumologische Versorgung

Der Berufsverband der Pneumologen (BdP) begrüßt grundsätzlich die Aufwertung der sprechenden, patientennahen Medizin im neuen EBM. Die tatsächliche Umsetzung in der beschlossenen EBM-Reform lehnt der BdP als realitätsfern ab. Der Reformauftrag wird konterkariert. Durch die Reform des EBM sollen technische Leistungen betriebswirtschaftlich kalkuliert und die sprechende Medizin aufgewertet werden. Durch den neuen EBM werden wichtige pneumologische Ziffern um bis zu 22% abgewertet. Es werden damit die bisher implizierten Gesprächsleistungen aus einem vermeintlich technischen Komplex entnommen und ersatzlos gestrichen. Einen Ausgleich durch eine Gesprächsziffer gibt es nicht.

Die Pneumologen stellen bei der Versorgung der chronischen Volkskrankheiten Asthma, chronische Bronchitis (COPD), Schlafatmungsstörungen und Atemwegsallergien die flächendeckende, patientennahe fachärztliche Versorgung sicher. Das praktisch vollständige Fehlen einer kalkulierten Zeit für die Kommunikation mit den Patienten ist weltfremd und entspricht nicht der Versorgungswirklichkeit. Damit wird die dysfunktionale Struktur dieses EBM verheerende Folgen für die Qualität der Patientenversorgung haben.

„Die ambulante Pneumologie ist ein sprechendes internistisches Teilgebiet. Auf Basis einer modernen Diagnostik verstehen wir uns als Vertreter einer zugewandten, sprechenden und zuhörenden Medizin. Alle unsere therapeutischen Maßnahmen erfordern einen aufgeklärten, informierten und mitarbeitenden Patienten“, erläutert Dr. Frank Heimann das pneumologische Selbstverständnis.

Bereits die pneumologische Diagnostik ist sehr zuwendungsabhängig. Lungenfunktions-Untersuchungen und Atemwegsbehandlungen sind in der Regel mitarbeitstechnisch anspruchsvoll. Pneumologische Behandlungsmethoden sind für unsere Patienten und deren Angehörige herausfordernd und belastend. Sie sind nur mit aufwändigen und wiederholten Beratungen, motivierender Ansprache, Anwendungstrainings und Schulungen langfristig erfolgreich umsetzbar. Exemplarisch sind hier die Anwendung der vielfältigen Inhalationsgeräte, der verschiedenen Formen der Sauerstoff-Langzeittherapien, die diversen Überdruck-Beatmungsgeräte vom CPAP bis zur nichtinvasiven Heimbeatmung. Die erfolgreiche Umsetzung einer patientennahen Versorgung ist ohne zuwendungsorientierte sprechende Pneumologie unvorstellbar.

Die EBM Reform schafft unter der Prämisse der Ausgabenneutralität diese sprechende Pneumologie ab.

„Viele unserer Mitglieder sind frustriert – gerade die jüngeren. Sie sollen flexible Sprechstunden anbieten, in moderne Diagnostik und Digitalisierung investieren, Personal qualifizieren und binden, steigende Mieten, Material- und Personalkosten tragen. Das alles verträgt sich nicht mit Honorarkürzung und Unsicherheit“, fasst Dr. Heimann das Stimmungsbild unter den Pneumologen zusammen.

Der BdP fordert die Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den GKV Spitzenverband zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um eine schnellstmögliche Korrektur dieser Fehlentwicklung zu erreichen.


Pneumologen Telegramm für Baden - Württemberg

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Wir freuen uns, hiermit erstmals das Pneumologen Telegramm für Baden-Württemberg vorstellen zu können. Das Telegramm soll die interne Kommunikation im Landesverband verbessern und zeitnah über aktuelle Themen informieren und Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle mitteilen.
 

Mit herzlichen Grüßen für den Vorstand

Dr. Frank J. Heimann – Für den gesamten Vorstand

zum Telegramm

 

 


ZuZ Versorgungsmodellprojekt  „IT-gestützte Flächenversorgung in der Pneumologie“ FLÄP-IT

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JETZT GANZ WICHTIG: e-mail „Ich möchte beim Telemedizin-Projekt mitmachen!“

an:  mbarczok@gmx.de oder frankj.heimann@t-online.de

Liebe Kollegen,

unser intensiv vorbereitetes Versorgungsmodellprojekt „IT-gestützte Flächenversorgung in der Pneumologie“ FLÄP-IT startet mit jetzt erheblicher Förderung der KVBW und von zwei Landesministerien!

Wir können 30 pneumologische Praxen einschließen.

Wir haben damit eine großartige Chance, die Wahrnehmung der Pneumologinnen und Pneumologen als moderne, homogene und aktionsfähige Gruppe in der Kassenärztlichen Vereinigung BW, bei den Krankenkassen und bei der Landesregierung deutlich zu erhöhen und die Versorgung unserer Patienten weiter zu verbessern.

Der Aufwand für die teilnehmenden Praxen:

  1. Teilnahme an einer online-Schulung über die Vitabook-Gesundheitsakte und die dazugehörige App (Termin folgt)
  2. Internet Zugang
  3. Einschreibung von 3-8 Kontroll-Patienten (Asthma, COPD), möglichst mit größerer geografischer Entfernung zur Praxis, die ein Smartphone, Tablet oder einen internetfähigen PC haben.

Unten stehend finden Sie eine kurze Zusammenfassung des Projektes sowie einen in der aktuellen Ausgabe von „Der Pneumologe“ auf unseren Mitteilungsseiten veröffentlichten Beitrag zum Telemedizinprojekt.

Übrigens ist das Projekt natürlich vom „Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg“ geprüft. Die Datenhoheit liegt beim Patienten, der allein die Zugriffsrechte auf die Vitabook-Akte per Code freigeben kann.

Deshalb bitte JETZT eine einzeilige e-mail: „Ich möchte beim Telemedizin-Projekt mitmachen!“

an mbarczok@gmx.de oder frankj.heimann@t-online.de senden - DANKE!

Viele Grüße

Michael Barczok und Frank Heimann

PROJEKTÜBERSICHT

"DER PNEUMOLOGE" (Beitrag M.Barczok 9/2017)

 


ZuZ Ziel und Zukunft KVBW Förderprojekte - Medi Projekt

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Wichtige Teilnahmefrist für das Projekt - ZuZ Förderung 2000,-€ und 1.500,-€ pro Praxis bis Anfang November 2016 beantragen!

Bereitschaftserklärung an MEDI schicken = Interessenbekundung (kein Vertrag)

Prüfen Sie bitte, ob sie sich an diesem Projekt beteiligen könnten.

Insbesondere die reibungslose Übernahme der vielen verschlüsselten Diagnosen, der Medikation und auch der Vorberichte als pdf erscheinen uns angesichts der Multimorbidität unserer Patienten als große Erleichterung.

Weitere Infos und Formulare:

 


Wichtige INFO zum Mindestlohngesetz

Mindestlohngesetz 2015 Minijob.docx (57,8 KiB)

"Der Pneumologe" für BdP-BW-Mitglieder

Beginnend am 01.09.2014 wird zunächst auf ein Jahr begrenzt die Zeitschrift "Der Pneumologe" offizielles Organ des BdP-BW. Dem BdP-BW stehen in dieser Zeitschrift Mitteilungsseiten zu (mindestens eine Seite pro Ausgabe, insgesamt acht Seiten pro Jahr). Jedes Mitglied des BdP-BW erhält zum Festpreis von 45,79 € zzgl. MwSt. pro Jahrgang diese Zeitschrift. Die Abrechnung erfolgt - sofern die Mitglieder des BdP-BW nicht bereits ein Abo besitzen - direkt mit dem BdP-BW.

 

Quelle: "Kooperationsvertrag SpringerMedizin-Verlag mit BdP-BW"